Prepaid-Kreditkarten sind Kreditkarten, die für jedermann erhältlich sind. Eine Schufaauskunft ist für die Ausstellung ebenso nicht erforderlich wie ein Einkommensnachweis. Sie können somit von Studenten ebenso beantragt werden wie von Rentnern oder Erwerbslosen – Selbst Minderjährige können in den Besitz einer Prepaid-Kreditkarte kommen.
Gesamtsieger: Payango Prepaid Visacard
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) gehörte schon zu den ersten Banken die zusammen mit Payango Prepaid-Kreditkarten anbieten. Damals noch für Minderjährige konzipiert, hat sich die Payango Visacard inzwischen als Angebot für jedermann etabliert.
- Keine Umsatzgrenze
- Unbegrenzt Guthaben mögl.
- Nur € 25 pro Jahr Grundgebühr
Fazit: Die LBBW bietet derzeit die beste Kreditkarte im Segment der Prepaid-Kreditkarten und kann mit hohen Guthabenzinsen punkten.
Das Prinzip
Das Prinzip ist ähnlich wie bei Prepaid-Handys: Eine Prepaid-Kreditkarte ist nicht mit einem Kreditrahmen ausgestattet, den die Bank dem Karteninhaber einräumt, die Karte muss erst mit Geld aufgeladen werden. Mit der Karte kann nur bezahlt werden, wenn sich auf dem Kartenkonto ein ausreichendes Guthaben befindet. Dieses kann durch eine Überweisung vom Girokonto der Hausbank dorthin transferiert werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Der Verfügungsrahmen der Karte wird vom Karteninhaber selbst bestimmt. Steht einmal eine größere Ausgabe an, wird einfach das entsprechende Guthaben auf das Kartenkonto überwiesen und dann zum Kauf eingesetzt.
Prepaid-Kreditkarten werden von vielen Banken angeboten. Darunter finden sich auch sehr renommierte Landesbanken, wie etwa die Landesbank Berlin-Brandenburg. Es gibt die Karten ausschließlich von Mastercard und Visa.
Wird die Kreditkarte bei der Schufa eingetragen?
Prepaid-Kreditkarten kommen ganz ohne die Schufa aus. Weder fragt die Bank bei der Beantragung der Karte den Datenbestand der Auskunftei ab, noch wird der Kartenvertrag der Schufa gemeldet. Selbst die Hausbank erfährt somit nichts von der Karte. Diese Diskretion wird von vielen sehr geschätzt.
Wo können Prepaid-Kreditkarten eingesetzt werden?
Mit einer Prepaid-Kreditkarte kann prinzipiell überall dort bargeldlos gezahlt werden, wo auch gewöhnliche Visa- oder Mastercard-Kreditkarten Akzeptanz finden. Das Bezahlen im Internet bei Online-Shops, Wettbüros oder anderen Anbietern ist damit ebenso möglich wie das Zahlen im Geschäft oder an der Tankstelle. Wenn die Karte mit einer persönlichen Geheimzahl ausgestattet ist, kann damit auch Bargeld am Automaten abgehoben werden. Insgesamt stehen somit rund 30 Millionen Akzeptanzstellen weltweit zur Verfügung.
In Einzelfällen kann es jedoch vorkommen, dass die Karten abgelehnt werden. Dies liegt dann meist an der fehlenden Hochprägung, die das Zahlen am Imprinter („Ritsch-Ratsch-Gerät“) erfordert. Auch kann es vorkommen, dass bei einigen Akzeptanzstellen die Zahlung verweigert wird, obwohl sich ausreichend Guthaben auf dem Kartenkonto befindet. Dies liegt dann daran, dass z.B. Autovermietungen oder Hotels im Vorfeld einer Buchung einen pauschalen Betrag auf der Karte reservieren, der über den angezeigten Preis hinausgeht. Im Großen und Ganzen aber sind Prepaid-Kreditkarten überall gern gesehene Zahlungsmittel.
Für wen sind diese Karten geeignet?
Eine Prepaid-Kreditkarte eignet sich grundsätzlich für jeden, der bargeldlos zahlen möchte und dazu eine Visa- oder Mastercard benötigt. Besonders sinnvoll sind diese für Minderjährige, weil durch die Beschränkung des Verfügungsrahmens auf das Kartenguthaben eine Nutzung über die eigenen finanziellen Verhältnisse hinaus nicht möglich ist.
Prepaid-Kreditkarten eignen sich somit auch für alle, die den maximalen Überblick über die persönlichen Finanzen zu schätzen wissen. Ein weiterer Vorteil der Karten ist, dass durch Betrug und Missbrauch ebenfalls nur Schäden anfallen können, die das Guthaben betreffen. Viele Verbraucher berichten davon, dass sie seitdem besser mit ihrem Geld umgehen können. Unabhängige Studien belegen dies ebenfalls. Die Verlockung über die eigenen Verhältnisse zu leben existiert bei Prepaid-Karten schlicht nicht.
Eine Prepaid-Kreditkarte ist zudem sinnvoll für alle, die einen negativen Schufaeintrag erhalten haben und deswegen auf gewöhnlichem Wege nur sehr schwer an eine Kreditkarte gelangen können. Prepaid-Kreditkarten werden auch an Verbraucher mit negativer Bonität vergeben, da sie wegen des entfallenen Kreditrahmens kein Risiko für die Bank darstellen.
Brauche ich ein Girokonto?
Um Guthaben auf das Kartenkonto zu überweisen, ist bei klassischen Prepaid-Kreditkarten ein Girokonto erforderlich, das als Referenzkonto dient. Sämtliche Ein- und Auszahlungen werden dann über dieses Konto abgewickelt. Prepaid-Kreditkarten der neueren Generation bieten auch eine Girokontofunktion an. Durch diese ist es möglich, Überweisungen vom Kartenkonto auf jedes beliebige andere Konto zu tätigen. Auch können Überweisungen von anderen Konten empfangen werden. In diesem Fall ist dann kein Referenzkonto mehr erforderlich. Prepaid-Kreditkarten mit Girokontofunktion bieten somit eine Komplettlösung für den privaten Zahlungsverkehr.
Wie erfolgt die Kontoführung?
Die Art der Führung des Kreditkartenkontos unterscheidet sich je nach Bank, bei der die Karte geführt wird. Einige Banken bieten eine vollumfängliche Onlinebanking-Plattform, auf der jederzeit der aktuelle Kontostand eingesehen werden kann. Bei diesen Anbietern ist es in der Regel auch möglich, sich per Mail oder SMS über Buchungen auf dem Konto automatisch informieren zu lassen. Bei anderen Banken wird lediglich einmal monatlich eine Abrechnung per Post oder E-Mail geschickt und der aktuelle Kontostand kann lediglich durch einen Anruf bei der Kundenbetreuung abgefragt werden. Um sich über die Kontoführungsbedingungen einer bestimmten Bank zu informieren, sollten Interessenten einen Vergleich der Angebote durchführen.
Was kosten Prepaid-Kreditkarten?
Die Gebühren für Prepaid-Kreditkarten ohne Schufa variieren stark mit ihrem Leistungsumfang und je nach Bank, bei sie geführt werden. Die meisten Anbieter verlangen eine jährliche Grundgebühr zwischen 25 und 80 Euro. In dieser sind dann die Ausstellung der Karte sowie die Kontoführung für ein Jahr enthalten.
Dazu kommen einige nutzungsabhängige Entgelte, wie etwa beim bargeldlosen Zahlen im Ausland oder für Barverfügungen am Automaten. Bei Prepaid-Kreditkarten mit Girokontofunktion werden in der Regel auch geringe Spesen für Überweisungen erhoben. Dies ist jedoch auch bei vielen Banken und Sparkassen üblich.
Da die Gebühren und der Leistungsumfang je nach Bank sehr unterschiedlich sind, ist es dringend zu empfehlen, vor dem Kauf einer Karte die Konditionen der besten Anbieter zu vergleichen und sich ein Bild von den Kosten zu machen.
Eine Kostenfalle indes werden Prepaid-Kreditkarten nie: Die Gebühren werden immer nur mit bestehendem Guthaben verrechnet – eine unerwartete Zahlungsaufforderung der Bank werden Besitzer einer Prepaid-Kreditkarte nie erhalten. Auch sind die Gebühren bei Prepaid-Kreditkarten erfahrungsgemäß sehr viel transparenter dargestellt als bei herkömmlichen Karten, bei denen viele Kosten im Dickicht des Kleingedruckten versteckt sind.
Einige Banken zeigen sich sogar sehr fair und verzinsen Guthaben auf den Kartenkonten besser als auf vielen Tagesgeldkonten. Damit eignen sich diese Karten auch als Parkplatz für die eiserne Reserve, über die dann jederzeit verfügt werden kann.
Eignen sich solche Karten auch für den Urlaub?
Mit Prepaid-Karten kann fast überall dort bezahlt werden, wo Visa und Mastercard auch sonst willkommen sind. Ausnahmen, speziell bei Hotels und Autovermietern, sind jedoch möglich. Da mit Prepaid-Kreditkarten jedoch im Zweifel immer auch Bargeld abgehoben werden kann, besteht auch im Urlaub nicht die Gefahr eines finanziellen Engpasses.